Think Tank Tagung 2026 - Mobilität und Gegenmobilität
Der Bewegungskrieg ist tot - versucht man uns zumindest gebetsmühlenartig einzutrichtern. Das moderne Gefechtsfeld scheint diese These zunächst zu bestätigen. Nahezu permanente Aufklärung durch UAV, weitreichende Präzisionswirkung, FPV-Drohnen, elektronische Kampfführung und tief gestaffelte Hindernissysteme machen jede Konzentration sichtbar und jede Bewegung verwundbar. Im Sommer 2023 trafen ukrainische Verbände auf russische Verteidigungen mit kilometerlangen Grabensystemen, Drachenzähnen und Minenfeldern, die teilweise auf mehrere hundert Meter Tiefe verdichtet worden waren. Der Versuch, diese Verteidigung mit mechanisierten Kräften rasch zu durchbrechen, führte zu hohen Opferzahlen und schliesslich zum Verlust der Initiative.
Also doch: Stellungskrieg statt Bewegungskrieg! Oder ist diese Schlussfolgerung etwas zu einfach? Denn der Krieg in der Ukraine zeigt ebenso, dass sehr wohl komplexe Hindernisse überwunden und gegnerische Sperren durchbrochen werden können. Die Wirkung einer modernen Sperre entsteht aus dem Zusammenspiel von Hindernissen, Sensoren, Drohnen, indirektem Feuer, elektronischer Kampfführung und beweglichen Reserven - eine solche Verteidigung kann aber schnell an Kohärenz verlieren, wenn einzelne Elemente dieses Systems ausgeschaltet, unterdrückt oder voneinander getrennt werden. Entscheidend für einen erfolgreichen Durchbruch durch eine solche Sperre sind also nicht einzelne Räumsysteme, sondern der Verbund. Aufklärung, Feuer, Führung, elektronische Kampfführung, Genieunterstützung, Schutz und Bewegung müssen als Gesamtsystem funktionieren – und zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zusammenwirken.
Ist Bewegung auf dem transparenten Gefechtsfeld also tatsächlich unmöglich – oder müssen wir vielleicht nur wieder lernen, sie zu ermöglichen?
Die Think Tank Tagung 2026 «Mobilität und Gegenmobilität» geht dieser Frage nach. Ausgehend von aktuellen Erfahrungen aus der Ukraine wollen wir gemeinsam untersuchen, was komplexe Hindernisse ausmacht, weshalb Durchbruchsoperationen scheitern – und unter welchen Voraussetzungen sie trotzdem gelingen können.
Dabei steht nicht das Hindernis im Zentrum sondern die Frage, wie wir wieder Bewegung in eine erstarrte Front bringen.
Wer sich schon mal in das Thema einlesen will, dem empfehlen wir folgende Lektüre:
Wie immer sind alle Interessierten - auch von ausserhalb der OG Panzer - zu diesem Anlass eingeladen #GemeinsamStärker. Die Teilnahme ist kostenlos, Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Noch nicht angemeldet? Sichere dir jetzt deinen Platz!


Euer Vorstand
OG Panzer







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