Offiziere

Präzision, Ehrlichkeit, Leistungsbereitschaft, Pünktlichkeit und Mut

Was bedeutet der Rang Offizier?

Militärische Rangstufe, die die Dienstgrade vom Leutnant bis zum General umfasst (zu lateinisch officium, Offizium = Pflicht; öffentliches Amt; vlg. duden.de). Die Offiziere bilden mit den Unteroffizieren das Kader. Dabei tragen Offiziere die Verantwortung für den Einsatz und die Ausbildung der Verbände. Offiziere führen die Verbände ab Stufe Zug.

 

Wofür stehen wir als Offiziere?

Als Offiziere leben und vertreten wir unsere Tugenden. Wir sind überzeugt, dass Präzision, Ehrlichkeit, Leistungsbereitschaft, Pünktlichkeit und Mut uns ein Leben lang begleiten sollen und uns Erfolg garantieren.

 

"Eine Arbeit ist erst dann fertig,

wenn sie gut gemacht ist"

(Quelle unbekannt)

Nutzen der militärischen Führungsausbildung

 

  • Praxisorientierte Führungsaus-

    bildung (Planungstätigkeiten und Entscheidungsfindung)

  • Praktische Führungserfahrung in jungen Jahren

  • Aufbau eines Beziehungsnetzes über alle Schichten der Bevölkerung in der ganzen Schweiz

  • Sicherheit im Umgang mit Verantwortung gewinnen und sich durch systematisches Feedback von Vorgesetzten, Ausbildern und Unterstellten kontinuierlich verbessern

  • Sammeln von wertvollen Erfahrungen im Umgang mit Stress und schwierigen Situationen (Komfortzone verlassen)

  • Sich und seine Grenzen kennen und verschieben

Offiziere nehmen in unterschiedlichen Funktionen ihre Verantwortung wahr

Der Zugführer führt in der Regel einen Zug (ca. 30 bis 60 AdA je nach Einheit). Ihm sind mehrere Gruppenführer unterstellt. Ein grosses Allgemein- und Fachwissen, Initiative, Organisationstalent, persönlicher Mut, Motivationsfähigkeit, körperliche Leistungsfähigkeit und ausgeprägte Fähigkeiten als Chef zeichnen den Zugührer aus. Am Ende der Ausbildung hat er den Grad eines Leutnants. Nach absolviertem 2. Wiederholungskurs (WK) wird er zum Oberleutnant befördert. Die Subalternoffiziere (Leutnant, Oberleutnant) der Einheit sind die der Mannschaft am nächsten stehenden Offiziere. Sie führen ihren Zug mit unmittelbarer persönlicher Einflussnahme und teilen im Einsatz Belastungen und Gefahren mit ihrer Truppe. In den Wiederholungskursen oder der Weiterausbildung zur Übernahme höherer Funktionen erfolgt die systematische Weiterausbildung der Kader zu Kommandanten oder Stabsoffizieren.

Die Kommandanten (Batallions- und Einheitskommandanten) führen die Verbände ab Stufe Einheit im Einsatz und in der Ausbildung. Sie sind für deren Einsatzbereitschaft verantwortlich. Sie sorgen für umfassende Information ihrer Unterstellten, auch in Fragen der Sicherheitspolitik und der Landesverteidigung. Sie beurteilen die Leistungen von Kader und Mannschaft. Sie planen die Nachfolge für Kader und prüfen Kandidaten, die dafür in Frage kommen. Sie verfügen über die Disziplinarstrafgewalt. Sie erfüllen die mit ihrem Kommando verbundenen ausserdienstlichen Aufgaben.

Stabsoffiziere sind Offiziere mit Verwendung in einem militärischem Stab. Sie dienen in unterschiedlichen Führungsgrundgebieten als Fachleute. Ihnen obliegt es vor allem ihnen, für die höhere Führung die Beratung und die Entscheidungsvorbereitung zu leisten.

Generalstabsoffiziere (Gst Of) werden für besondere Stabsaufgaben und höhere Kommandos eingesetzt. Im Gegensatz zu den Stabsoffizieren sind die Generalstabsoffiziere alle ehemalige Kompaniekommandanten und verfügen somit über langjährige Führungserfahrung. Sie durchlaufen eine äusserst anspruchsvolle Zusatzausbildung.

Zu den Höheren Stabsoffizieren (HSO) zählen die Dienstgrade Brigadier, Divisionär und Korpskommandant. 

Berufsoffiziere und -unteroffiziere sind verantwortlich für die Ausbildung in Grundausbildungsdiensten (Rekruten- und Kaderschulen).

 

Auszüge aus dem Brevier - Die Armee in Kürze (2009)

 

Kompetenzen eines Offiziers

Im Rahmen der militärischen Aus- und Weiterbildung entwickeln und trainieren Offiziere die folgenden Kompetenzen:

 

Selbstkompetenz

  • eigenes Handeln kritisch hinterfragen

  • sich in belastenden Situationen motivieren

  • auf sich verändernde Rahmenbedingungen selbstständig und flexibel reagieren

  • sich durchsetzen, mehrere Probleme gleichzeitig bewältigen

 

Sozialkompetenz

  • Konfliktsitationen erkennen und bewältigen

  • verschiedenen Gesprächsformen mit unterschiedlichen Gesprächspartnern anwenden

  • Fähigkeit die Anliegen anderer zu entdecken, zu verstehen und daruf zu reagieren

  • Führungsaufgaben im Team bewältigen

  • zwischenmenschliche Kontakte aufbauen und pflegen

 

Handlungskompetenz

  • durch Zielvereinbarung führen

  • von der Problemerfassung bis zum Controlling im Führungsrythmus arbeiten

  • selbststädniges und verantwortungsvolles Handeln unter Belastung

  • vernetzt denken und konzeptionell arbeiten

  • organisatorische und planerische Fähigkeiten

  • Sitzungsleitung und Präsentationstechnik

 

Auszug aus der Publikation "Orientierungsschrift Kommandant Heer, Laufbahnen des Heers (2008).

Die zehn Grundsätze:

  1. "Stell dich dem Kampf!

  2. Führe andere in den Kampf!

  3. Handle umsichtig!

  4. Halte dich an die Tatsachen!

  5. Sei auf das Schlimmste vorbereitet!

  6. Handle rasch und unkompliziert!

  7. Brich die Brücken hinter dir ab!

  8. Sei innovativ!

  9. Sei kooperativ!

  10. Laß dir nicht in die Karten sehen!"

(Sun Tzu um 500 v. Chr.)

"Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen"

(Henry Ford)

"Den Erfolg erzwingen", das erwartet Br Willy Brülisauer (Kdt Pz Br 11) von seinen unterstellten militärischen Chefs. Was bedeutet das?

 

"In jedem Einsatz und in jeder Übung gilt es, Unwegsamkeiten zu überwinden. Ich will Chefs, die das gesteckte Ziel nie aus den Augen verlieren und die eintrainierten Standards mit Befehlen und Kommandos in der konkreten Situation lage- und zeitgerecht anpassen. Führer, die ihre Unterstellten motivieren und sie auf die Auftragserfüllung ausrichten und den Erfolg erzwingen."

 

"Bedenken stellen sich stets ein. Ihnen zum Trotz wird nur der zum Erfolg gelangen, der den Entschluss zu fassen vermag, ins Ungewisse hinein zu handeln. Denn die Zukunft wird über den Handelnden milder urteilten als über den Untätigen"

(Heinz Guderian, Kommandeur großer Panzerverbände, 1888-1954)

Offiziere schaffen Mehrwert für die Wirtschaft

 

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Führungsausbildung in der Schweizer Armee:

Film ZEM "wertvoll -- modern -- anerkannt - Die Kaderausbildung"

Führungslehrgang I: Der Film begleitet fünf Teilnehmer/innen durch den Kurs für angehende Einheitskommandanten.

Offizierslehrgang: Der Film begleitet fünf Teilnehmer/innen durch den Offizierslehrgang. Der Zuschauer bekommt einen tiefen, persönlichen Einblick in die Ausbildung

Unsere Kader teilen Ihre Führungserfahrung
Haben auch Sie wertvolle Führungserfahrungen, die Sie bereit sind mit uns zu teilen? Melden Sie diese über unsere Meldestelle.
 
  • "Die Situation ist für dich als vorderster Führer immer einfach. Es kommt nie darauf an, eine Ideallösung zu finden, es geht vielmehr immer nur darum, innert nützlicher Frist etwas Brauchbares und Vernünftiges zu tun. Nur das Einfachste gelingt!"

  • "Denk daran, dass im Feuer nur standhält, was echt ist. Dass dein Leitsatz daher sein muss: Mehr sein als scheinen!"

  • "Denk daran, dass du nach kurzer Zeit für deine Untergebenen durchsichtig wie aus Glas bist. Dass deine Schwächen und Mängel, aber auch deine Qualitäten für sie klar zutage liegen. Versuche ihnen deshalb nichts vorzumachen, sondern gib dich wie du bist."

  • "Denk daran, dass im Gefecht fast alles von dir abhängt. Dass es kein kläglicheres Bild gibt als einen versagenden Führer. Dass du von jedem deiner Männer das Opfer des Lebens verlangen kannst und musst. Dass deine Leute umgekehrt ein Recht darauf haben, so geführt zu werden, dass sie eine ehrliche Chance haben. Dass du deshalb verpflichtet bist, unablässig selber an deiner Weiterausbildung zu arbeiten!"

(Führungsgrundsätze von Oblt Stefan Bühler, aus der Buchreihe „Gefechtstechnik“ von Maj Hans von Dach, 1926 – 2002)

 

  • "4M: Man muss Menschen mögen"

(Grundsatz von Alt-Bundesrat Adolf Ogi)

 

  • "Sei kein Mikromanager, aber pflege wichtige Details"

  • "Wissen ist wichtig, aber versuche nicht auf alles eine Antwort zu haben"

  • "Bewusst Ruhe bewahren, gerade wenn sich die Ereignisse überschlagen"

  • "Stell deine Qualitäten als Chef nicht in Frage, aber denke von Zeit zu Zeit nach, was es bei dir zu verbessern gilt"

  • "Für unpopuläre Entscheide gibt es keine Blumen, dennoch müssen sie gelegentlich gefällt werden"

  • "Anderen zuhören eröffnet neue Perspektiven"

  • "Man muss nicht immer gleicher Meinung sein"

  • "Diejenigen die nichts leisten machen immer den Chef für alles Verantwortlich"

  • "Einfach mal anfangen, die meisten Dinge lassen sich im Gehen leichter lösen"

  • "Sehe den Sinn und suche nicht ständig den Unsinn einer Aufgabe" (vieles macht erst Sinn, wenn man gewillt ist Abstand zu nehmen von seiner eigenen Frustration und übermässigem Selbstmitleid)

  • "Akzeptieren oder ändern!". Frage dich immer zuerst: "Was kann ich zur Lösung des Prolems beitragen?" (halte dich nicht mit Ausreden, Entschuldigungen und Verantwortungszuweisungen auf. Akzeptiere die Herausfoderung und suche konsequent nach Lösungen)

  • "Durch Mittelmass lässt sich niemand begeistern"

(Nägel aus der militärischen Führungsausbildung zum Kp Kdt von Hptm Erich Muff)

Impressionen: Führung in der Praxis

Was heisst Führung und wie wird Führung in der Praxis umgesetzt?

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Mit auf den Weg: Wann haben Sie sich das letzte Mal bewusst mit dem Thema Führung auseinandergesetzt?

Ihr Handeln und Ihr Auftreten kritisch reflektiert? Ihre Problemlösungsstrategien von einem Dritten beurteilen lassen? Ihre Effizienz beurteilen lassen?

 

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